Jahrgangstripel 2019

Neu ab November 2019: Goldhafer-Tripel. Das aktuelle Jahrgangsbier mit Goldhafer aus dem Münsterland, genauer gesagt aus Alverskirchen, angebaut von meinem Bauer-und-Brauerfreund Jan Kemker (www.kultuur.org), schmeckt schon frisch wunderbar rund und für seine 10 % vol. erstaunlich ausgewogen mit hoher Drinkability. Es ist aber auch lange lagerfähig und wird sich vermutlich wie sein Vorgänger, das Schonebeck-Roggen-Tripel, noch gut entwickeln und an Komplexität zulegen.

Das Ziel der Tripel-Serie ist es, mehr Aufmerksamkeit für landwirtschaftliche Produkte aus dem Münsterland zu erzeugen. Dazu gehört auch, die Namen der Getreidesorten, die keine Verbraucherin kennt, als Superstar groß auf die Flasche zu bringen. Und auch die Erzeuger haben ein Gesicht und eine eigene Geschichte. Ich erzähle sie in aller Kürze zumindest auf dem Etikett. Denn es hilft ja alles nichts: Wenn wir kulinarisch oder ökologisch weiterkommen wollen, müssen wir uns damit beschäftigen, wie, wo und von wem das erzeugt wird, was wir trinken und essen. Statt sich von einem Bio- oder Tierwohl-Label einlullen zu lassen, sollte man einfach mal aufs Land fahren und dem Ferkel „guten Tag“ sagen.

Mehr infos hier: http://www.gruthaus.de/goldhafer-tripel/

1.2.2019: Tag des Grutbiers in Münster

Wir sind stolz, am International Gruit Day 2019 teilzunehmen und Münster weltweit zu einem der Brennpunkte des historischen Brauens zu machen! Am Freitag, 1.2.2019, ist es schon so weit: In der Kaffeebar der Kaffeerösterei „Herr Hase“ an der Gertrudenstraße 19 in Münster veranstalten wir ab 18.00 Uhr ein kleines Fest mit selbstgemachten Grutbieren, feinen Grutbieren von befreundeten Brauern aus Deutschland und den Niederlanden, mit selbstgemachten Speisen, Cold-Drip-Kaffee mit Gagel und einem Cocktail aus Gagel und Kaffeegin. Der Eintritt ist frei, Speisen und Getränke kosten etwas. Wir freuen uns auf einen inspirierenden Abend, der neben dem Verkosten auch viel Gelegenheit zum Austausch über die Grutbiere und die historische Braupraxis bietet. Mehr Infos auf Facebook unter:

Neu im Programm: Schonebeck-Roggen-Tripel

Norddeutscher Champagnerroggen ist der Name einer alten Roggensorte, die im frühen 19. Jhd. aus Frankreich eingeführt wurde und in Deutschland bis in die 1960er Jahre verbreitet war. Jetzt erlebt sie unter anderem im Münsterland ein kleines Comeback, weil nachhaltig denkende Landwirte erkannt haben, dass mehr Sortenvielfalt einfach besser ist. Das gilt übrigens nicht nur für Feldfrüchte – und deshalb unterstützen wir die Wiedereinführung dieser alten Sorte dadurch, dass wir sie verarbeiten und den Landwirten damit einen Grund geben, sie am Leben zu erhalten.

Bei dem Namen lag es nahe, möglichst viele champagnerartige Qualitäten in einem Bier zum Ausdruck zu bringen: Flaschengärung mit Champagnerhefe für viel feinperlige Kohlensäure und 10 % Alkohol bei vergleichsweise schlankem Körper, also trockenem Charakter. Das Bier ist kein Tripel im klassischen Sinne, seine Nähe zu belgischen Starkbieren kommt aber ebenso deutlich heraus wie das spezielle Terroir der Felder an den Ufern der Münsterschen Aa bei Schonebeck zwischen Havixbeck und Nienberge. Schmeckt besonders gut zu schwarzen Oliven, Mettigel oder Schinkenschnittchen.

Der Champagnerroggen vom Hof Schulze Westerhoff in Havixbeck-Schonebeck (www.schulzewesterhoff.de) ist übrigens auch als Vollkornmehl oder in Backmischungen erhältlich. Also, ran an den Sauerteig!

Mehr Infos hier: http://www.gruthaus.de/biere/saisonal-limitiert/champagnerroggen-tripel/

Überwasser-Alt macht Pause

 

Liebe Freunde des Überwasser-Alts,
eure Begeisterung für das Ü-Alt macht uns froh, aber sie reicht leider nicht aus, um diese Sorte wirtschaftlich sinnvoll dauerhaft im Programm zu belassen. Vielleicht wird es irgendwann einmal in renovierter Form und kleinerer Auflage wieder auferstehen. Ihr erfahrt es dann hier oder auf unserer Facebook-Seite.